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Liebe FreundInnen des Stadtteilarchivs Bramfeld und der Hamburger Geschichtswerkstätten,

zuerst die gute Nachricht: Die Hamburger Geschichtswerkstätten haben ihr Angebot für 2009 wieder qualitativ und quantitativ verbessert.
Und nun die schlechte: Die finanzielle Situation der Werkstätten ist desolat, die Grundsicherung der Arbeit ist nicht mehr gewährleistet. Seit der Kürzung unserer Grundfinanzierung um 25 % im Jahr 2004, haben wir mit enormem Improvisationstalent den Betrieb am Laufen gehalten. Das geht jetzt nicht mehr. Mein Arbeitgeber, das Stadtteilarchiv Bramfeld, wird mich im nächsten Jahr für 6 Monate entlassen, um die gestiegenen Betriebskosten weiter zahlen zu können. In der Hoffnung, mich danach wieder einstellen zu können; das ist nicht dem Verein Stadtteilarchiv Bramfeld anzulasten, sondern der beschämenden Ignoranz der Hamburger Politiker. Ob die Wiedereinstellung nach den 6 Monaten dann klappt, steht natürlich auch in den Sternen; und wenn es nicht klappt, sind 20 Jahre Erfahrung und Kontakte im Stadtteil dahin. Für wie auch immer geregelte Übergaben und Notlösungen ist weder Zeit vorhanden, noch kann ehrenamtliche Arbeit diese Lücke füllen.

(Für 2009 ist meine Entlassung dank der Intervention der Kultursenatorin abgewendet. Für 2010 ist nach wir vor alles ungewiß.)

Auch unsere Stiftung Hamburger Geschichtswerkstätten, der im Koalitionsvertrag von Schwarz-Grün die Erhöhung des Stiftungskapitals um 1 Mio. € versprochen wurde, wird dieses Loch nicht stopfen. Denn erstens kann die Stiftung nur jährlich über die Kapitalerträge verfügen, was etwa einem Viertel der 25%igen Kürzung entsprechen würde, und zweitens sind die Erträge der Stiftung erklärtermaßen nicht dafür da, Haushaltslöcher zu füllen, sondern für gemeinsame neue Projekte aller Werkstätten und für Projekte der mittlerweile vier neu gegründeten Werkstätten in Horn, Veddel, Billstedt und Lurup da zu sein, die z.Z. keine Chance haben, in die institutionelle Förderung des alten Geschichtswerkstättenetats aufgenommen zu werden.

Es ist also im Jahre 2009 eine politische Initiative nötig, die sich ausdrücklich hinter die Arbeit der Hamburger Geschichtswerkstätten stellt, und mindestens eine Rücknahme der 25%igen Kürzung im Etat der Werkstätten durchsetzt.
Dafür bitten wir Sie um Ihre Unterstützung.

Ulrike Hoppe (Leiterin Stadteilarchiv Bramfeld, Geschäftsführerin Stiftung Hamburger Geschichtswerkstätten)




2009
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