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November 2009

Stolpersteinausstellung in der Bücherhalle -


Ausstellung "Stolpersteine für Bramfeld" in der Bücherhalle Bramfeld vom 16.11.-14.12.09

Seit Ende März 2008 trifft sich im Stadtteilarchiv Bramfeld die Arbeitsgruppe "Stolpersteine für Bramfeld". Ziel des Projektes ist es, die Geschichte der NS-Diktatur in Bramfeld aufzuarbeiten. Die Auswertung von Dokumenten, Interviews mit Zeitzeugen und Recherchen im Staatsarchiv helfen dabei , die Lebens- und Leidensgeschichte von Bramfeldern zu rekonstruieren, die zwischen 1933 und 1945 von den Nationalsozialisten verfolgt, deportiert und ermordet wurden.
Nach gut einem Jahr kann die Gruppe nun erste Ergebnisse vorlegen: Es ist eine Broschüre und eine Ausstellung entstanden.


Stolpersteinausstellung -



05.11.2009

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Augenblicke
Geschichtsspektakel auf dem Rathausmarkt
am Donnerstag, den 5.11.09
von 17.30-20.30 Uhr



Schlaglichter auf 100 Jahre Hamburger Alltagssgeschichte(n)

Beim äußerst gelungenen Geschichtsspektakel am 5. November 2009 zeigten die Geschichtswerkstätten Hamburg live kommentierte Bilderfolgen zu 7 Themenbereichen auf dem Rathausmarkt. Eine lebendige, informative und begeisternde Veranstaltung - trotz Regen! Aber dadurch war sie eben auch typisch hamburgsch, so wie die Geschichtswerkstätten.

Schirmherrin: 2. Bürgermeisterin Christa Goetsch
Bildprojektion: Michael Batz
Moderation: Julia Sen, NDR
Veranstalter: Geschichtswerkstätten Hamburg



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Oktober 2009

Stolpersteine für Bramfeld

Am Donnerstag, den 29.10.09 um 11 Uhr weihte die Bramfelder Stolpersteingruppe den ersten von ihr in Auftrag gegebenen Stolperstein ein. Er liegt im Alten Teichweg 180 und ist für Jonny Stüve, einem kommunistischen Werftarbeiter, der in Bramfeld versteckt und von der Gestapo 1944 ebenfalls in Bramfeld verhaftet wurde.



Als Leuchtturmprojekt ausgezeichnet!

Der von der Bundesregierung berufene Rat für nachhaltige Entwicklung hat im Rahmen seiner Ausschreibung "Mission Sustainability 2009" unser Mehrgenerationenprojekt "Intergenerationelles Lernen: Omas und Opas Kindheit - Trudelreifen, Marmeln und Oblaten" als Leuchtturmprojekt für sein vorbildliches Konzept ausgewählt.



August 2009

Besenginster ernten - Besen binden



Mitte August 2009 war es so weit: der Bramfelder Ginster konnte geerntet und zu Besen verarbeitet werden.





Juni 2009

Hurra! Jubel!

Anstiften! - Von rechts: Frau Kutz (Körberstiftung), Herr Thomsen (Lehmann+Voss+Co), Frau Wohlrab (Historisches Kinderprojekt)


Unser Mehrgenerationenprojekt „Intergenerationelles Lernen: Omas und Opas Kindheit – Trudelreifen, Marmeln und Oblaten“ des Historischen Kinderprojektes gehört zu den 66 Gewinnern der Ausschreibung „Anstiften! 50 Impulse für Hamburg“ der Körberstiftung!!!!!!!!
Ihr 50jähriges Bestehen nahm die Körberstiftung zum Anlass, um 50 Unternehmen zu finden, die die eine Hälfte des Preisgeldes stiften (es wurden sogar 66 Firmen!), während die Körberstiftung die zweite Hälfte dazu gibt. 1070 Projekte nahmen an der Ausschreibung teil, bei der den Siegern je 10 000 Euro für ihre gemeinnützige, innovative Projektidee überreicht werden - und das Historische Kinderprojekt ist dabei! Auf dem Foto sind unsere Anstifter: Firma Lehman+Voss+Co (Herr Thomsen) und die Körberstiftung (Frau Kutz).


April 2009

Endlich: Das Ginsterfeld blüht!

Ende April 2009 war es endlich soweit. die ersten gelben Blüten sind aufgegangen. Auf dem neu angelegten Ginsterfeld neben der Osterkirche wachsen die Pflanzen, die Bramfeld den Namen gaben (Ginster: Brambusch).



April 2009

Stadtteilarchiv Bramfeld zieht ins Brakula

Bündelung der Kräfte zur Realisierung des Projektes „Kulturinsel Bramfeld“

Zum 1.4.09 wechselt das Stadtteilarchiv Bramfeld aus seinen bisherigen, sehr abseits gelegenen Räumlichkeiten ins Bramfelder Zentrum, um seine Arbeit besser mit der Arbeit des Bramfelder Kulturladens zu vernetzen.

Beide Einrichtungen wurden 1983 gemeinsam von den gleichen Bramfelder Stadtteilaktivisten gegründet, und seit mehreren Jahren arbeiten sie zusammen mit der Bramfelder Künstlergruppe „8dmadrauf“ intensiv an der Verwirklichung des Projektes „Kulturinsel Bramfeld“: Das denkmalgeschützte Nebengebäude des Brakula mit seinem großen Vorplatz soll entsprechend der von der Bezirksversammlung Wandsbek 2001 im „Projekt Zukunft Bramfeld“ festgehaltenen Vision für kulturelle Nutzung bereit gestellt werden. Das Objekt befindet sich im Besitz der Stadt Hamburg und wird z.Z. von einem Autohändler genutzt.


2005 hatte die Bezirksversammlung Wandsbek dem Stadtteilarchiv Gelder bewilligt, um ein erstes Nutzungskonzept in Auftrag zu geben. Die Initiative Kulturinsel Bramfeld hat auf eigene Kosten im letzten Jahr einen detaillierten inhaltlichen Rahmen für die zukünftige Nutzung vorgelegt. Ein Stadtteilkino und die Möglichkeiten eines größeren Veranstaltungssaales für die Bramfelder sind Bestandteile dieses Konzeptes.

All diese guten Ideen werden seit Jahren in Verwaltung und Politik von einem Schreibtisch zum nächsten verschoben. Im Koalitionsvertrag von GAL und CDU ist ein Prüfauftrag für das Projekt festgehalten.
In dem Konzept „Zukunft Bramfeld“ von 2001 wurden die Bürger aufgefordert, diesen Schritt in die Zukunft Bramfelds mitzugehen und eigene Initiative zu entfalten.
Brakula und Stadtteilarchiv machen jetzt einen weiteren großen Schritt in Richtung Kulturinsel.

Die räumliche Nähe, die Bündelung der Kräfte, die Einschränkungen, die dafür hingenommen werden, sollen in zwei Jahren zum Erfolg führen.
Für solange halten beide Vereine die räumlichen und finanziellen Einschränkungen für tragbar. Beide Einrichtungen arbeiten seit Jahren an der Grenze ihrer finanziellen Spielräume. Beide werden für ihre Arbeit hoch gelobt, aber die Grundsicherung der Einrichtungen ist nicht gewährleistet.
Wir werden in den nächsten zwei Jahren alles dafür tun, die weitere Kulturarbeit in Bramfeld auf ausreichend sichere Füße zu stellen. Dafür bitten wir alle, denen ihr kulturell seit Jahrzehnten vernachlässigter Stadtteil am Herzen liegt, um ihre Unterstützung.

Hamburg, 15.1.2009
Für weitere Informationen: Ulrike Hoppe, Stadtteilarchiv Bramfeld; Uwe Schmidt, Brakula



Antrag an die Bezirksversammlung Wandsbek im Januar 2009:
Aufstockung der Mittel für das Stadtteilarchiv Bramfeld ab 2009
2009 werden dem Bezirk von der Kulturbehörde ca. 120 000 € mehr für die Stadtteilkulturförderung zur Verfügung gestellt.
Das Stadtteilarchiv Bramfeld ist die einzige Kulturinitiative im Bezirk, der vor 4 Jahren die Fördermittel um 25% gekürzt wurden, und das seitdem jedes Jahr erneut große Anstrengungen erbringen muß, um seine Arbeit weiterführen zu können.
Dies auf dem Hintergrund, daß der Bezirk Wandsbek Hamburgs größter Bezirk ist und das Stadtteilarchiv Bramfeld die einzige Geschichtswerkstatt in diesem Bezirk. Andere Bezirke leisten sich mehrere Archive bzw. Werkstätten.

Das Stadtteilarchiv Bramfeld beschäftigt eine hauptamtliche Historikerin und mußte deren Stelle von 30 Stunden auf 23 kürzen, bei aktuellen Engpässen jeweils noch um weitere. Dieser Zustand ist nicht mehr haltbar. Im Stadtteilarchiv arbeiten bis zu 10 Personen regelmäßig ehrenamtlich mit – bei der Transkription lebensgeschichtlicher Interviews, bei der Pflege des umfangreichen Foto- und Dokumentenarchivs, bei der Erarbeitung und Realisation von Ausstellungen, bei der Erarbeitung und Durchführung von Stadtteilrundgängen und Veranstaltungen. Im Archiv arbeitet eine Arbeitsgruppe „Stolpersteine für Bramfeld“ und erforscht die Biographien verfolgter und ermordeter Menschen im Nationalsozialismus.
Die Anleitung all dieser Arbeiten ist mit einer Teilzeitstelle, die ständig von weiteren Kürzungen bedroht ist, nicht zu gewährleisten.

Das Stadtteilarchiv Bramfeld beteiligt sich zudem federführend an Projekten, die über den Bezirk hinaus wirken. Es entdeckte das zeitgeschichtlich bedeutsame Dokument des jüdischen Hamburgers Herbert Löwy, der rückblickend im Jahr 1948 die Verfolgung seiner Familie schildert, sein Abtauchen im Februar 1945 und die Hilfe, die er dabei von nichtjüdischen Hamburgern erfahren hat. Dies Dokument wird als szenische Lesung die diesjährige Veranstaltung der Hamburger Bürgerschaft zum Holocaust-Gedenktag und anschließend in Berlin in der Hamburg-Vertretung aufgeführt.
Aufgrund unserer Veröffentlichung hat das Krankenhaus St. Georg im September eine Gedenktafel für Herbert Löwy enthüllt, der 1933 aus rassischen Gründen aus dem Krankenhaus entlassen worden war.

Durch die Initiative des Stadtteilarchivs Bramfeld wurde 2007 die „Stiftung Hamburger Geschichtswerkstätten und Stadtteilarchive“ ins Leben gerufen. Die Stiftung bemüht sich um Zustifterinnen und Zustifter, um aus den Kapitalerträgen der Stiftung gemeinsame Projekte aller Hamburger Geschichtswerkstätten anzuregen, und Werkstätten, die keine institutionelle Förderung erhalten, Projekte zu ermöglichen. Nächstes Projekt ist am 2. April die Veranstaltung „Hamburg im Bild“: Der Lichtkünstler Michael Batz (Mitglied im Stiftungsbeirat) wird Bilder aus der Alltagsgeschichte Hamburgs des letzten Jahrhunderts an die Rathauswand projizieren. Die Fotos aus den Archiven aller Hamburger Geschichtswerkstätten werden fachkundig kommentiert und z.T. von der Hip-Hop-Academy Billstedt tänzerisch und musikalisch umgesetzt. Schirmherrin der Veranstaltung ist die 2. Bürgermeisterin (ebenfalls Mitglied im Stiftungsbeirat).

Vor drei Jahren hat das Archiv das „Historische Kinderprojekt“ entwickelt. Es ist einzigartig in Hamburg, hat bereits diverse Auszeichnungen und Fördergelder von Stiftungen erhalten und muß dringend durch die Einrichtung einer 20-Stunden-Stelle abgesichert werden. Dann wäre es auch möglich, das Projekt in andere Stadtteile des Bezirkes zu exportieren.

Seit mehreren Jahren setzt sich das Archiv für das Projekt „Kulturinsel Bramfeld“ ein. Der Bezirk hat dieses Engagement 2007 mit 3000 € unterstützt, um erste Planungsschritte für die Kulturinsel in Auftrag zu geben. Das Archiv hat mit vielen Infoständen, Veranstaltungen und Flugblättern in Bramfeld für eine große Akzeptanz des Vorhabens gesorgt. Das kulturell nicht gerade begünstigte Bramfeld/Steilshoop mit seinen 70 000 Einwohnern ist der bevölkerungsreichste Stadtteil im Bezirk und verfügt nicht einmal über einen Veranstaltungssaal, geschweige denn über ein Kino. Beides könnte mit der Kulturinsel realisiert werden. Erster Schritt müßte sein, das denkmalgeschützte Nebengebäude des Brakula, das der Stadt Hamburg gehört, den Bramfelder Kulturinitiativen zur Verfügung zu stellen. Die weiteren Schritte könnten folgen.

Um die Arbeit des Stadtteilarchivs Bramfeld sicherzustellen, stellen wir den Antrag, unsere Fördermittel um die vor vier Jahren gekürzten 25% (13 000 €) wieder aufzustocken und für das historische Kinderprojekt eine halbe Stelle (25 000 €) einzurichten.

Ulrike Hoppe (Leitung Stadtteilarchiv Bramfeld) im Januar 2009

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