StartseiteJubiläum 1983-2013Ausstellung

30 Jahre Stadtteilarchiv Bramfeld

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Der gemeinnützige Verein Stadtteilarchiv Bramfeld entwickelte sich aus der Geschichtsgruppe im Brakula und wurde 1983 gegründet. Heute, im Jahre 2013, blicken wir auf 30 Jahre Engagement vieler Menschen aus dem Stadtteil zurück, die recherchiert, hinterfragt und dokumentiert haben oder ihre Erinnerungen und Fotos mit den Neugierigen teilen. Das Gedächtnis des Stadtteils wird immer wieder aufgefrischt und die Bestände wachsen. Diese Ausstellung zeigt einige der Aktiven und möchte dazu anregen sich durch Bilder, Geschichten oder Engagement auch einmal selbst einzubringen!
Auf diesem Foto von 1988 verbrachten Archivmitglieder ein gemeinsames Wochenende in der Göhrde, um die Einsatzmöglichkeiten einer neu erworbenen Videokamera in der Archivarbeit zu testen. Selbstverständlich wurden auch alle anderen vorhandenen Kameras mitgebracht und mit viel Spaß ausprobiert.


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Ende der 80er Jahre wurden die Stadtteilführungen mit Pferd und Kutsche durchgeführt, um den ländlichen Charme zu verstärken. Diesen hat das ehemalige Dorf Bramfeld mittlerweile verloren. Nur noch wenige Spuren deuten auf seine dörfliche Vergangenheit hin.


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Zunächst hatte das Archiv einen kleinen Raum im Brakula, der aber die vielen angesammelten Materialien bald nicht mehr fassen konnte. 1992 wurde ein Ladengeschäft (Bramfelder Chaussee 25) in Hellbrook angemietet.
Durch zahlreiche Infostände auf Stadtteilfesten, bei Gemeinschaftsaktionen mit anderen Geschichtswerkstätten, oder wie hier 1993 vor Karstadt in der Herthastraße, präsentierte das Stadtteilarchiv immer wieder seine Arbeit in Form von Broschüren und Büchern und regte zum Gespräch an.


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Besonders beliebt bei den älteren Bramfeldern waren die Klöntreffs (hier 2003). In geselliger Runde konnten Erinnerungen ausgetauscht werden und auf diese Weise weiteres wertvolles Material für das Stadtteilarchiv gewonnen werden.
Engagierte Mitarbeiter des Stadtteilarchivs interessieren sich aber nicht nur für die Vergangenheit, sondern mischen sich auch bei Planungswerkstätten in die Zukunft von Bramfeld ein oder bringen die Entwicklung von neuen Projekten, wie die Kulturinsel(hier 2006), mit voran.


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Planungstreffen in gemütlicher Runde und das Feiern von erfolgreichen Jahren gehören für die Aktiven natürlich dazu.


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Seit 2005 gibt es das Historische Kinderprojekt und zu seinen ersten Angeboten gehörten die Stadtteilrundgänge für Schulklassen, bei denen historische Fotos mit der Wirklichkeit verglichen werden. Bereits 2007 konnte der 1000. Teilnehmer eines Angebotes des Historischen Kinderprojektes begrüßt werden. Trotz der guten Akzeptanz fehlt bislang leider noch immer eine Regelförderung.


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Mit Aussicht auf die Kulturinsel, in der das Stadtteilarchiv hoffentlich eines Tages ausreichend Räumlichkeiten haben wird, erfolgte 2009 der Umzug zurück in den Brakula. Zwei kleine Räume bilden nun eine Übergangslösung, die aber von ihrer zentralen Lage mitten in Bramfeld profitiert.


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Im Laufe der Jahre wurden die Ergebnisse der Arbeit in unzähligen Ausstellungen dokumentiert und der Öffentlichkeit präsentiert. Die Bramfelder hatten regelmäßig in der Bücherhalle, in Einkaufszentren, auf vielen Stadtteilfesten und bei verschiedenen Aktionen Gelegenheit Aspekte der Geschichte ihres Stadtteils näher kennenzulernen.
Ein besonderer Höhepunkt war 2012 die Ausstellung "Hilfe für Verfolgte in Hamburg 1933-1945" in der Hamburger Rathausdiele, in der Helfer von Opfern in der Nazizeit gewürdigt wurden. Frieda Wölken aus Bramfeld ist eine dieser stillen Heldinnen.


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Seit 2007 wurden bereits über zwanzig Durchgänge des Mehrgenerationenprojektes "Intergenerationelles Lernen: Omas und Opas Kindheit - Trudelreifen, Marmeln und Oblaten" durchgeführt. Kinder einer Schulklasse und Senioren tauschen sich über Kindheit früher und heute aus und spielen zum Beispiel gemeinsam "Kibbel Kabbel" und mit Trudelreifen.
Anfang 2013 gründete sich die Erfahrungsschatz-Gruppe aus Senioren, die besondere Freude an diesem Projekt haben und gern mehrfach teilnehmen. Weitere Mitglieder sind herzlich willkommen!


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Im Stadtteilarchiv engagieren sich Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen. Manche werden punktuell zu einem bestimmten Thema aktiv und andere begleiten die Arbeit schon eine sehr lange Zeit. Zu manchen Themen werden Arbeitsgruppen gebildet, wie z. B. die Stolpersteingruppe, die es sich zur Aufgabe gemacht hat die Schicksale von Bramfelder Naziopfern zu recherchieren und einen Stolperstein vor ihre letzte bekannte Adresse verlegen lässt.
Andere arbeiten Rundgänge aus, tippen lebensgeschichtliche Interviews ab oder bauen die digitale Datenbank auf. Wer Lust hat, findet bestimmt eine passende Tätigkeit für sich!
Eines ist aber klar: ohne die Mitarbeit der Bramfelder, die ihre Erinnerungen und Fotos zur Verfügung stellen, wäre das Stadtteilarchiv Bramfeld undenkbar!
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